Weihnachtsgedichte

Die Weihnachtszeit, sie ist eine Zeit der Besinnlichkeit und Gemütlichkeit, in der Familie und Freunde zusammenkommen, um gemeinsam harmonische Stunden miteinander zu verbringen.
In dieser Zeit des Jahres denken wir besonders viel an unsere Liebsten. Wir wollen ihnen unsere Zuneigung und herzlichen Wünsche übermitteln. Weihnachtsgedichte haben in diesem Zusammenhang eine lange Tradition und gehören zum Weihnachtsfest einfach dazu.

Wenn Sie ihren Verwandten, Freunden oder Bekannten ansprechende Weihnachtsgrüße schicken möchten, können Sie mit einer Weihnachtskarte, versehen mit einem passenden Weihnachtsgedicht, sicher viel Freude schenken.

Eine schöne Tradition ist es außerdem, wenn Eltern oder Großeltern ihren Kindern und Enkeln Weihnachtsgedichte weitergeben. Ein besinnlicher Weihnachtsabend im Kreise der Familie wird noch schöner, wenn die Kinder oder Enkelkinder ganz stolz Weihnachtsgedichte aufsagen und die Augen und Herzen der Großen zum Strahlen bringen. Auch das gemeinsame Aufsagen von Weihnachtsgedichten schafft Verbundenheit und ein Wohlgefühl.

Wählen Sie im Folgenden aus einer Vielzahl an Weihnachtsgedichten das für ihre Bedürfnisse passende Gedicht aus. Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei!

Der heilige Nikolaus

"Komm, Mutter, bring das Licht herein!
Die Sonne ist hinunter;
Die dunkle Nacht bricht endlich ein -
O halt dein Wort jetzunder!
Erzähl' vom heil'gen Nikolaus,
Und teile dann Geschenke aus;
Er bringt so schöne Gaben
Den Mädchen und den Knaben!"

Die Mutter bringt sogleich das Licht,
Willfahrend gern der Bitte,
Und setzt mit lächelndem Gesicht
Sich in der Kinder Mitte.
Der Lampe Glanz beleuchtet klar
Der holden Kleinen muntre Schar;
Die Mutter, gut und weise,
Blickt froh umher im Kreise.

"Es war einmal," fängt sie jetzt an,
"Ein reicher Herr von Adel;
Herr Woldemar, ein braver Mann,
Trotz seiner Feinde Tadel.
Auch seine Töchter alle drei,
Sie waren fromm, geschickt dabei,
Von kindlichem Gemüte
Und hold wie Rosenblüte.

Der Feind raubt' ihnen Hab und Gut,
Und steckt ihr Schloß in Flammen;
Verscheucht von Wilder Krieger Wut,
Entfloh'n sie all zusammen.
Die Töchter und der Vater zieh'n
In eine ferne Gegend hin,
Und leben dort voll Jammer
In einer schlechten Kammer.

Den Vater macht das Elend krank;
Er hat nur Stroh zum Bette,
Kein Arzt fand sich, der einen Trank
Für ihn verschrieben hätte.
Der arme Kranke, lieber Gott,
Er hatte kaum das trockne Brot!
Die zarten Fräulein meinen
Fast zu vergeh'n vor Weinen.

Allein der kranke Vater spricht,
Und faltet fromm die Hände:
"Ihr guten Kinder, weinet nicht,
Bald nimmt's mit mir ein Ende!
Ich alter Mann sink' bald hinab
Zu eurer Mutter in das Grab -
Und teil' nach diesen Leiden
Mit ihr des Himmels Freuden.

Doch wie wird es euch Waisen geh'n
In eurer zarten Jugend?
Ach niemand ist, euch beizusteh'n -
Zu schützen eure Tugend!
Ach einer falschen Schlange gleich
Bedrohet die Verführung euch!
O Gott! wollst dieser Armen
Dich väterlich erbarmen!"

Es war bereits um Mitternacht,
Da klopft man an dem Laden;
Kaum hat ein Fräulein aufgemacht -
"Gott sei mit uns in Gnaden!" -
So flieget etwas, wie ein Stein,
Zum offnen Laden schwer herein -
Doch auf dem Boden rollte
Ein Beutel schwer von Golde!

Der Vater ruft: "Du guter Gott,
Du hast mein Fleh'n erhöret,
Und in der allergrößten Not
Uns reiche Hilf' gewähret!"
Die Töchter sinken auf die Knie,
Und freudeweinend danken sie;
In ihren nassen Blicken
Glänzt Freude und Entzücken.

Die Fräulein nun, geschäftig froh,
Für ihren Vater sorgen;
Im weichen Bette statt auf Stroh
Erblickt ihn schon der Morgen.
Die eine ruft den Arzt herbei,
Die andre holet die Arznei,
Die dritte steht am Herde,
Daß ihm bald Labung werde.

Die treue Pflege gibt dem Greis
Bald wieder neue Kräfte;
Schön ordnete der Fräulein Fleiß
Die häuslichen Geschäfte;
Der bravste Edelmann im Land
Bewarb sich bald um Emmas Hand;
Es folgen auf die Leiden
Des Hochzeitfestes Freuden!

Doch seufzet Woldemar zu Gott
Schon an dem nächsten Morgen:
"Ach könnt ich noch vor meinem Tod'
Mein zweites Kind versorgen!
O Gott! schick nochmals Hilfe her,
Sonst weiß ich keine Hilfe mehr -
Ich hab' so viel gegeben,
Und selbst kaum mehr zu leben!"

Die beiden Fräulein bald darauf
In später Nacht noch spinnen;
Da ruft man: "Macht den Laden auf,
Ihr Kinderlein da drinnen!"
Kaum war der Laden aufgethan,
So wirft ein unbekannter Mann
Schon wieder Geld ins Zimmer -
Und schon seh'n sie ihn nimmer.

Die Fräulein achten dieses Glück
Als ein Geschenk von oben;
Sie danken mit entzücktem Blick
Dem guten Geber droben.
Die holde Bertha wurde bald
Die Braut des Ritters Theobald;
Der Vater folgt dem Paare
Voll Freude zum Altare.

Da fleht bei sich der alte Mann:
"O Gott, noch eine Bitte
Sorg', wie du es für zwei gethan,
Auch für der Töchter dritte!
Nimm diesen Sorgenstein mir ab,
Dann schrecket mich nicht Tod und Grab;
O dann will ich mit Freuden
Zu meinen Vätern scheiden!"

Einst wachet er bei Mondenlicht,
Vertieft in frommes Flehen;
Ein Mann mit holdem Angesicht
Läßt sich am Fenster sehen -
Der wirft zum offnen Fensterlein
Zum dritten Male Geld herein,
Und schnell war er verschwunden
Und nirgends mehr gefunden.

Der Vater nimmt das Geld erfreut,
Für einen würd'gen Gatten
Das jüngste Fräulein, Adelheid,
Nun auch noch auszustatten.
Der frühern Ehen jedes Paar
Erscheinet auch am Traualtar,
Und dann beim Hochzeitsmahle,
Im kerzenhellen Saale.

"Doch wer war jener fremde Mann,
Der unser Glück gegründet?"
Fängt jetzt der alte Vater an,
"Wer ist's, der ihn ausfindet -
Den Menschenfreund voll Edelmut,
Der so im stillen Gutes thut?
Ach unsre Herzen brennen
Vergebens ihn zu kennen!"

Der Vater kommt im zehnten Jahr
Zur Hauptstadt in dem Lande;
Er sieht den Bischof am Altar
Im heiligen Gewande;
Und kennt sogleich das Angesicht,
Das er einst sah bei Mondenlicht,
An den so edlen Zügen
Mit himmlischem Vergnügen.

Sogleich berufet Woldemar,
Den Lieb und Dank entflammen,
Der Töchter, Söhne, Enkel Schar
Durch Boten schnell zusammen;
Und zu dem frommen Bischof führt
Er alle inniglich gerührt.
Sie fallen ihm zu Füßen
Und tausend Thränen fließen.

Der fromme edle Bischof spricht
Mit ruhiger Gebärde:
"Ich that bloß meine Christenpflicht -
Erhebt euch von der Erde!
Was rühmt ihr mich geringen Mann?
Nur Gott im Himmel betet an;
Er, er nur kann uns retten
Aus allen unsern Nöten!

Der Unschuld drohet viel Gefahr
In dieser Welt voll Mängel;
Ein wahrer Christ sei immerdar
Für sie ein guter Engel
Der Erde Güter gab uns Gott
Zu lindern seiner Kinder Not;
Wer anders sie verwendet -
Seh' zu, wie es einst endet!"

Der Bischof war Sankt Nikolaus,
Zu dessen Angedenken
Wir Eltern jedes Kind im Haus
Noch heut' zu Tag beschenken.
Und weil er heimlich und bei Nacht
Die milden Gaben stets gebracht,
So werden sie euch eben
Auf solche Art gegeben.

Habt, Kinder, jenen Fräulein gleich,
Die Eltern stets in Ehren,
So wird der liebe Gott auch euch
Des Guten viel bescheren;
Ja seid, wie Nikolaus, stets gut,
Barmherzig, mild, voll Edelmut -
So wird nach diesem Leben
Euch Gott den Himmel geben.

Autor: Christoph von Schmid

15 Uhr! Es ist soweit.
Es bleibt noch eine Stunde Zeit,
um sie zu finden, all die tollen
Geschenke, die sie haben wollen,
all die Verwandten, Freunde, Lieben,
die bestimmt schon gegen sieben
vom Fonduetisch sich erheben.
Denn jetzt wollen sie erleben,
wie die großen und die kleinen
Kinder voller Freude weinen,
wenn sie das in Händen halten,
was die Großen (für sie: Alten)
in Geschenkpapier verschlossen.
Und sind die Tränen erst vergossen,
bleibt Zeit noch für die Weihnachtsgeschichte,
für Lieder, Krippenspiel, Gedichte
und für Familienglück im Stall.
Es funkelt, glitzert überall
und selbst die Kleinsten dürfen heute
nachts wach sein wie die großen Leute.
Nur der Weihnachtspunsch im Glas
macht ausschließlich den Großen Spaß.
Und ist der Abend dann zu Ende,
reichen alle sich die Hände,
denken noch an Jesus Christ,
bis nächste Woch Silvester ist.

Autor: Paul Piepenbrick (weihnachtsgruesse.online)

Es öffnet sich behutsam Türchen für Türchen,
man mag schon denken, es läuft wie am Schnürchen.

Der Adventskalender, er führt bis an das Ziel,
für ungeduldige Kinder offenbart er sich als Ventil.

Mit jedem Tag rückt das große Fest einen Schritt näher,
schon als Kind freute ich mich auf Weihnachten so sehr.


Wenn das letzte Türchen sich öffnet, dann ist es soweit,
die Kinder scharen mit den Hufen, sie sind bereit.

24 mal haben sie jeden Morgen die Tage gezählt,
die Eltern haben die schönsten Geschenke für sie ausgewählt.

Der Schnee fällt leise auf die Tanne im Garten,
während unter dem Christbaum im Hause die Geschenke warten.

Was wäre das Weihnachtsfest nur ohne einen Adventskalender,
wie Christstollen und Nächstenliebe gehört er zum Dezember.

Autor: Paul Piepenbrick (weihnachtsgruesse.online)

Oh du besinnliche Weihnachtszeit,
hältst so viele Freuden für mich bereit.

Freunde kommen und bringen ausgefallene Präsente,
und freuen sich selbst über ihre überreichten Geschenke.

Die Familie kommt zusammen unter dem Tannenbaum,
für die Kleinsten erfüllt sich mit den Geschenken ein Kindheitstraum.

In der Luft liegt der Geruch von Keksen, Zimt und Anis,
und der Glühwein schmeckt am besten, wenn es draußen kalt ist.

Zu Weihnachten wünsche ich mir Frieden und Besinnlichkeit,
mit Freunden und Familie in trauter Gemeinsamkeit.

Auf dem Tisch landen allerlei Köstlichkeiten,
eine Freude ist es, sie für die Familie zuzubereiten.

Egal ob Weihnachtsgans oder Wurst und Kartoffelsalat,
für jeden Geschmack hält die Weihnachtszeit etwas parat.

Und wenn die Tage so vorüberziehen,
da bleibt der Blick auf dem Kalender stehen.

In 360 Tagen ist es dann wieder soweit,
ich freu mich schon auf die besinnliche Weihnachtszeit.

Autor: Paul Piepenbrick (weihnachtsgruesse.online)

Was wäre Weihnachten ohne dich,
Du Baum der Liebe und Geborgenheit?
Erst mit dir wird die Weihnachtszeit
so friedlich und besinnlich.
Du breitest deine Zweige weit,
Gibst Wärme und Geborgenheit.
Glitzernde Sterne und leuchtende Lichter,
strahlende Kinderaugen und lachende Gesichter,
schenkst du uns wie jedes Jahr,
verzauberst uns ganz wunderbar.
Dein Duft ist so vertraut und lieblich,
stehst würdevoll, so ruhig und friedlich.
Wenn Weihnachtlieder sanft erklingen
und Kinder voller Freude singen
Wiegst du dich sanft, man sieht es kaum,
oh du geliebter Weihnachtsbaum.

Autor: Paul Piepenbrick (weihnachtsgruesse.online)

Und wieder strahlen Weihnachtskerzen
und wieder loht der Flamme Schein,
und Freude zieht in unsere Herzen
an dieser heiligen Weihnacht ein.

Und frohe Weihnachtslieder klingen
in unsren Landen weit und breit.
O welch ein Jubel, welch ein Singen!
O wundervolle Weihnachtszeit!

Autor: unbekannt

Markt und Strassen steh'n verlassen
still erleuchtet jedes Haus
sinnend geh ich durch die Gassen
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt
tausend Kindlein steh'n und schauen
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld
hehres Glänzen, heil'ges Schauen
wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen
aus des Schnee's Einsamkeit
steigt's wie wunderbares Singen
Oh Du gnadenreiche Zeit!

Autor: Joseph von Eichendorff

Lieber, guter Weihnachtsmann,
zieh die langen Stiefel an,
kämme deinen weißen Bart,
mach' dich auf die Weihnachtsfahrt.

Komm' doch auch in unser Haus,
packe die Geschenke aus.
Ach, erst das Sprüchlein wolltest du?
Ja, ich kann es, hör mal zu:

Lieber, guter Weihnachtsmann,
guck mich nicht so böse an.
Stecke deine Rute ein,
will auch immer artig sein!

Autor: unbekannt

Nikolaus, du guter Mann,
hast einen schönen Mantel an.
Die Knöpfe sind so blank geputzt,
dein weißer Bart ist auch gestutzt.
Die Stiefel sind so spiegelblank,
die Zipfelmütze fein und lang.
Die Augenbrauen sind so dicht,
so lieb und gut ist dein Gesicht.

Du kamst den weiten Weg von fern
und deine Hände geben gern.
Du weißt, wie alle Kinder sind:
ich glaub', ich war ein braves Kind.
Sonst wärst du ja nicht hier
und kämest nicht zu mir.

Du musst dich sicher plagen,
den schweren Sack zu tragen.
Drum, heiliger Nikolaus,
pack' ihn doch einfach aus.

Autor: unbekannt

Jetzt kommt die liebe Weihnachtszeit,
und leise Freude macht sich breit
bei allen Leuten groß und klein;
bald wird es wieder Weihnacht sein.
Adventskranz, Kerzen, bunte Bänder,
und dann noch ein Adventskalender
verkürzen uns die langen Tage
und geben Antwort auf die Frage:
"Wie lange dauert es noch? Wann
Kommt endlich denn der Weihnachtsmann?"
Dann ruft die Mama: "Kommt, wir wollen
jetzt Plätzchen backen und auch Stollen!"
Gleich dürfen wir den Teig probieren
Und später das Gebäck verzieren.
Mit Papa gehen wir dann bald
In den verschneiten Winterwald
Und holen einen Weihnachtsbaum.
Der ist so schön, man glaubt es kaum.
Wir schmücken ihn mit roten Kerzen,
mit bunten Kugeln und mit Herzen,
und Silbersternen auf den Spitzen.
Ganz oben muss ein Engel sitzen.
Wir hören Weihnachtsglocken klingen
Und fangen leise an zu singen.
Und unter'm Weihnachtsbaum, da liegen
Geschenke, die wir Kinder kriegen.
Sie glänzen dort in bunter Pracht –
Der Weihnachtsmann hat sie gebracht.

Autor: Paul Piepenbrick (weihnachtsgruesse.online)

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