Advent, Advent, Der …
Kategorie: Adventsgrüße
Advent, Advent,
Autor: unbekannt
Der Kranz verbrennt!
Wasser rettet mir das Leben.
Das Weib wird mir die Rute geben.
Teuer wird die Sache sein,
Zudem bin ich bald ganz allein.
Hat sich alles so ergeben,
Feuer find ich voll daneben!
Lass Dich nicht unterkriegen! Die liebsten Adventswünsche von...
- Was sagt der Gruß aus?
- Welche Botschaft steckt dahinter?
- Welche Stimmung erzeugt der Gruß?
- Emotionale Wirkung
- Moral und Werte
- Ist der Gruß zeitgemäß?
- Realitätsbezug oder Eskapismus?
- Für welchen Anlass eignet sich der Gruß?
- Für wen eignet sich der Gruß weniger?
- Layout-Vorschläge
- Abschließende Empfehlung
Was sagt der Gruß aus?
Dieser ungewöhnliche Adventsgruß erzählt eine kleine, tragikomische Geschichte in Reimform. Er beginnt mit einem missglückten Adventskranz-Brand, führt über eine drohende Bestrafung ("die Rute") zu finanziellen Sorgen und endet in der Vorahnung von Einsamkeit. Der Sprecher reflektiert, dass sich alles so ergeben hat und findet "Feuer" im Nachhinein "voll daneben". Der abschließende Satz "Lass Dich nicht unterkriegen!" wirkt wie ein trotziger Aufruf, der im Kontrast zum vorher Erzählten steht.
Welche Botschaft steckt dahinter?
Die Kernbotschaft ist im letzten Satz versteckt: Trotz aller Pannen, Peinlichkeiten und kleinen Katastrophen, die die Vorweihnachtszeit mit sich bringen kann, soll man die Hoffnung und den Humor nicht verlieren. Der Gruß thematisiert den Druck, den perfekten Advent erleben zu müssen, und entlarvt ihn als unrealistisch. Die wahre Botschaft ist eine Ermutigung zur Gelassenheit. Es geht darum, auch dann noch liebevoll zu grüßen, wenn nicht alles nach Plan läuft.
Welche Stimmung erzeugt der Gruß?
Der Text erzeugt eine ambivalente Stimmung. Zunächst wirkt er chaotisch, fast makaber ("Der Kranz verbrennt!"). Er schafft eine Atmosphäre des leichten Scheiterns und der Panik. Der trockene, umgangssprachliche Ton ("voll daneben") bringt jedoch eine humorvolle, selbstironische Note herein. Die Gesamtstimmung ist damit nicht besinnlich, sondern eher nachdenklich-amüsiert und letztlich aufmunternd.
Emotionale Wirkung
Beim Leser löst dieser Spruch vermutlich zunächst Überraschung und Belustigung aus. Man fühlt mit dem "Opfer" der Geschichte mit, was ein Gefühl der Verbundenheit in gemeinsamer Unvollkommenheit schafft. Die emotionale Reise geht von Schock über Mitgefühl hin zu einer Art trotziger Hoffnung. Es ist weniger Rührung oder Nostalgie, die geweckt wird, sondern eher Anerkennung für den realistischen Blick und den anschließenden Motivationsschub.
Moral und Werte
Christliche Weihnachtswerte treten hier völlig in den Hintergrund. Im Vordergrund stehen ganz menschliche, säkulare Werte wie Resilienz (Widerstandsfähigkeit), Authentizität und Selbstakzeptanz. Der Gruß vermittelt, dass es in Ordnung ist, nicht perfekt zu sein, und dass wahre Verbindung entsteht, wenn man seine kleinen Missgeschicke teilt. Diese Werte passen sehr gut zu einem modernen, entspannten Verständnis der Festtage, das den Leistungsdruck nimmt.
Ist der Gruß zeitgemäß?
Absolut zeitgemäß. In einer Zeit, in der Social Media oft nur die perfekt inszenierten Adventsmomente zeigt, ist dieser Gruß ein erfrischendes Gegenmittel. Er spricht die alltäglichen Stressfaktoren an – von Wohnungsbränden kleinerer Art bis zu finanziellen Sorgen –, die heute genauso relevant sind wie früher. Der Aufruf, sich "nicht unterkriegen" zu lassen, ist eine zeitlose, aber gerade in der hektischen Moderne wichtige Botschaft.
Realitätsbezug oder Eskapismus?
Dieser Weihnachtsgruß stellt einen klaren Realitätsbezug dar. Er blendet die "heile Welt" nicht nur aus, er setzt sie gezielt in Brand. Er thematisiert direkt Brüche und Pannen (Feuer, Kosten, Einsamkeit). Es ist kein Eskapismus, sondern ein humorvoller Umgang mit der real existierenden Unvollkommenheit. Der Gruß schafft keine Traumwelt, sondern eine Identifikationsfläche für alle, deren Festvorbereitungen auch mal schiefgehen.
Für welchen Anlass eignet sich der Gruß?
Perfekt ist dieser Spruch für lockere Adventsgrüße an gute Freunde, Kollegen oder Familienmitglieder, mit denen man auf humorvollem Fuß steht. Ideal nach einem tatsächlich erlebten kleinen Weihnachtsdesaster, wie einem verbrannten Plätzchenblech oder einer gescheiterten Deko-Aktion. Er eignet sich für eine Karte, eine Textnachricht oder die Betreffzeile einer E-Mail in der Vorweihnachtszeit, die anders sein will.
Für wen eignet sich der Gruß weniger?
Weniger geeignet ist er für sehr formelle oder distanzierte Kontakte (z.B. an den Chef oder entfernte Geschäftspartner). Auch für Menschen, die in einer traurigen oder ernsten Verfassung sind, könnte der leicht makabere Humor missverstanden werden. Personen, die einen traditionell-frommen oder ausschließlich besinnlichen Weihnachtsgruß erwarten, werden mit diesem unkonventionellen Text wahrscheinlich wenig anfangen können.
Layout-Vorschläge
Für eine passende Karte bieten sich Designs an, die den humorvoll-chaotischen Charakter aufgreifen:
- Eine cartoonhafte Zeichnung einer Person, die mit einer Gießkanne einen qualmenden Adventskranz löscht.
- Eine Collage aus "verbogenen" Weihnachtssymbolen: eine schiefe Kerze, eine etwas angebrannte Tannennadel.
- Schrift und Farben sollten nicht zu elegant sein. Eine handgeschriebene, unperfekte Font auf einem strukturierten Papierhintergrund passt hervorragend.
- Das finale "Lass Dich nicht unterkriegen!" könnte in einer kräftigeren, motivierenden Farbe (z.B. Dunkelrot) und Schriftgröße hervorgehoben werden.
Abschließende Empfehlung
Wähle diesen einzigartigen Weihnachtsgruß genau dann, wenn du ehrliche und herzliche Grüße senden möchtest, die anders sind als die üblichen Klischees. Er ist ideal für Menschen, die Humor und Authentizität zu schätzen wissen. Versende ihn, wenn bei dir oder dem Empfänger nicht alles glatt gelaufen ist in der Adventszeit. Dieser Spruch beweist, dass Weihnachtsgrüße nicht immer "friedvoll" und "still" sein müssen, sondern kraftvoll, aufmunternd und realitätsnah sein können. Er ist die perfekte Wahl für alle, die die Festtage mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten.
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