Die Glocken klingen, Die …
Kategorie: Weihnachtsgrüße für Kinder
Die Glocken klingen,
Autor: unbekannt
Die Englein singen,
Es fällt der Schnee,
Kinder rufen "Jucheee"
Und Vanilleduft
Liegt in der Luft.
Es ist Weihnachtszeit,
Macht euch alle bereit.
Mama schmückt den Raum,
Papa holt den Baum
Wer hätte es gedacht?
Schon ist es Weihnacht!
Was sagt der Gruß aus?
Dieser Weihnachtsgruß ist ein lebendiges, kleines Gedicht, das eine klassische Weihnachtsszene in wenigen Strichen malt. Er beschreibt keine abstrakten Wünsche, sondern zeigt konkrete Handlungen und Sinneseindrücke: das Läuten der Glocken, den Gesang der Engel, fallenden Schnee, jubelnde Kinder und den Duft von Vanille. Im Zentrum steht die gemeinsame Vorbereitung der Familie, bei der Mutter den Raum schmückt und Vater den Baum holt. Der Gruß endet mit einem überraschten, freudigen Ausruf über das plötzliche Eintreffen des Festes. Er sagt damit aus, dass Weihnachten aus vielen kleinen, vertrauten Momenten besteht, die sich zu einem magischen Ganzen zusammenfügen.
Welche Botschaft steckt dahinter?
Die zentrale Botschaft lautet: Die wahre Freude an Weihnachten liegt im gemeinsamen Erleben und in der Vorbereitung. Es geht weniger um das fertige Festmahl oder die ausgepackten Geschenke, sondern um den Weg dorthin – das Schmücken, das Holen des Baumes, das Teilen von Vorfreude. Der überraschende Schluss "Wer hätte es gedacht? Schon ist es Weihnacht!" unterstreicht, wie schnell diese besondere Zeit vorüberzieht und ermutigt uns, die Vorweihnachtsmomente bewusst zu genießen, denn das Fest selbst ist im Nu vorbei.
Welche Stimmung erzeugt der Gruß?
Der Text erzeugt eine unmittelbar heitere und beschwingte Stimmung. Der einfache, rhythmische Aufbau mit seinen kurzen, gereimten Zeilen erinnert an einen Kinderreim oder ein traditionelles Volkslied. Diese Leichtigkeit überträgt sich auf den Leser. Die erwähnten Sinneseindrücke – von den klingenden Glocken bis zum Vanilleduft – schaffen eine fast greifbare, festliche Atmosphäre. Insgesamt ist die Stimmung von unbeschwerter Vorfreude, familiärer Geborgenheit und kindlicher Begeisterung geprägt.
Emotionale Wirkung
Beim Lesen werden vor allem Gefühle der Freude und Nostalgie geweckt. Die klaren Bilder sprechen das innere Kind an und können bei vielen eine warme, sentimentale Rührung auslösen. Es ist die Sehnsucht nach einer einfachen, harmonischen Welt, wie man sie vielleicht aus der eigenen Kindheit kennt oder erträumt. Der Gruß löst ein Gefühl der Geborgenheit und des Heimwehs nach diesen idealisierten Festtagen aus. Negative Emotionen wie Melancholie oder Traurigkeit werden hier bewusst ausgeklammert, der Fokus liegt ganz auf der positiven Erwartung.
Moral und Werte
Der Gruß vermittelt vorrangig allgemein menschliche und familiäre Werte. Im Vordergrund stehen das harmonische Miteinander, die gemeinsame Tradition und die Freude an einfachen, sinnlichen Dingen. Eine explizit christliche Botschaft (wie die Geburt Jesu) wird nicht transportiert, obwohl Symbole wie Glocken und Engel einen kulturell-christlichen Hintergrund andeuten. Der Kernwert ist die Familienbindung und die Wertschätzung von Ritualen, die Gemeinschaft stiften. Diese Werte passen perfekt zum kulturell geprägten Weihnachtsfest, wie es in vielen Haushalten gelebt wird.
Ist der Gruß zeitgemäß?
Der Gruß ist in seiner Darstellung sehr traditionell und könnte auf den ersten Blick altmodisch wirken. Dennoch besitzt er eine zeitlose Qualität. In unserer hektischen, digitalen Welt sehnen sich viele Menschen genau nach diesen einfachen, analogen Momenten der Verbundenheit. Die Frage "Wer hätte es gedacht? Schon ist es Weihnacht!" ist heute relevanter denn je, da die Zeit bis zum Fest oft von Stress geprägt ist. Der Spruch wirft indirekt die Frage auf, ob wir es schaffen, im Vorweihnachtsrummel solche besinnlichen Familienmomente überhaupt noch zuzulassen. Er kann somit als Appell verstanden werden, sich bewusst Zeit für diese traditionellen Rituale zu nehmen.
Realitätsbezug oder Eskapismus?
Dieser Weihnachtsgruß stellt eindeutig eine Form des Eskapismus dar. Er entwirft das Bild einer heilen, idyllischen Welt, in der es schneit, Kinder unbeschwert jubeln und die Familie perfekt zusammenwirkt. Probleme wie Streit, finanzieller Druck, Einsamkeit oder die Trauer, die viele in der Weihnachtszeit empfinden, werden komplett ausgeblendet. Das ist nicht zwangsläufig negativ zu bewerten. Der Gruß dient als kurze Auszeit, als eine Art mentaler Weihnachts-Urlaub in eine idealisierte Version des Festes, die Kraft und positive Stimmung spenden kann.
Für welchen Anlass eignet sich der Gruß?
Dieser Text eignet sich hervorragend für die Mitte der Vorweihnachtszeit, etwa für Karten, die Anfang bis Mitte Dezember verschickt werden. Er passt perfekt zu Einladungen zum gemeinsamen Plätzchenbacken, zum Schmücken des Baumes oder für einen allgemeinen Gruß, der Vorfreude verbreiten soll. Auch als Begleittext zu einem kleinen vorweihnachtlichen Geschenk (etwa selbstgebackenen Keksen) oder in einer E-Mail an befreundete Familien mit Kindern ist er ideal. Er ist weniger geeignet als reiner Weihnachtsfeiertagsgruß am 24. oder 25. Dezember.
Für wen eignet sich der Gruß weniger?
Der Gruß eignet sich weniger für Menschen, die gerade eine schwere Zeit durchmachen oder für die Weihnachten mit schmerzhaften Erinnerungen verbunden ist. Seine unbeschwerte Heile-Welt-Darstellung könnte bei ihnen als nicht einfühlsam oder sogar verletzend empfunden werden. Ebenso ist er für sehr formelle geschäftliche Kontakte wahrscheinlich zu verspielt und privat. Für Freunde oder Familien, die einen modernen, nicht-traditionellen oder explizit religiösen Weihnachtsstil pflegen, könnte der Text ebenfalls nicht die erste Wahl sein.
Layout-Vorschläge für Weihnachtskarten
- Illustrierter Kinderstil: Eine verspielte Karte mit handgezeichneten Motiven aus dem Text: ein Engel mit Notenblatt, eine läutende Glocke, Kinder, die im Schnee spielen, und eine Familie beim Baumschmücken. Die Schrift sollte eine freundliche, runde Handschrift imitieren.
- Elegante Sinnlichkeit: Ein schlichter, hochwertiger Karton (z.B. in Vanille oder Schneeweiß) mit einer filigranen Prägung von Vanilleblüten oder Schneeflocken. Der Text steht in einer klassischen Serifenschrift zentriert. Ein dezenter Duft von Vanille könnte die Karte sogar beduften.
- Moderne Typografie: Der Text wird in einem ansprechenden Layout mit wechselnden Schriftgrößen und -stärken gesetzt. Statt Illustrationen dienen grafische Symbole (ein Stern, eine Glocke) als Akzente. Ein Farbkonzept in Eisblau, Weiß und einem warmen Gold würde die Stimmung von Schnee und Kerzenschein einfangen.
- Familiäre Foto-Karte: Ein schönes Familienfoto, auf dem alle gemeinsam den Baum schmücken oder Plätzchen backen. Der Text wird als Vers darunter oder daneben platziert und beschreibt so perfekt das gezeigte Bild.
Abschließende Empfehlung
Wähle diesen charmanten Weihnachtsgruß genau dann, wenn du unverkrampfte Vorfreude und ein Gefühl von traditioneller Gemütlichkeit vermitteln möchtest. Er ist die perfekte Wahl für Karten an gute Freunde und die engere Familie, besonders an Haushalte mit Kindern, in der ersten Dezemberhälfte. Nutze ihn als Einladung, die besinnlichen Seiten der Vorweihnachtszeit gemeinsam zu erleben. Wenn du eine Botschaft der Hoffnung in schwierigen Zeiten oder einen tiefgründigen, religiösen Segen suchst, solltest du jedoch zu einem anderen Text greifen. Dieser hier ist das pure, freudige Herzklopfen, wenn die ersten Weihnachtslieder im Radio erklingen.
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