Oh du besinnliche …
Kategorie: Weihnachtsgedichte
Oh du besinnliche Weihnachtszeit,
Autor: Paul Piepenbrick (weihnachtsgruesse.online)
hältst so viele Freuden für mich bereit.
Freunde kommen und bringen ausgefallene Präsente,
und freuen sich selbst über ihre überreichten Geschenke.
Die Familie kommt zusammen unter dem Tannenbaum,
für die Kleinsten erfüllt sich mit den Geschenken ein Kindheitstraum.
In der Luft liegt der Geruch von Keksen, Zimt und Anis,
und der Glühwein schmeckt am besten, wenn es draußen kalt ist.
Zu Weihnachten wünsche ich mir Frieden und Besinnlichkeit,
mit Freunden und Familie in trauter Gemeinsamkeit.
Auf dem Tisch landen allerlei Köstlichkeiten,
eine Freude ist es, sie für die Familie zuzubereiten.
Egal ob Weihnachtsgans oder Wurst und Kartoffelsalat,
für jeden Geschmack hält die Weihnachtszeit etwas parat.
Und wenn die Tage so vorüberziehen,
da bleibt der Blick auf dem Kalender stehen.
In 360 Tagen ist es dann wieder soweit,
ich freu mich schon auf die besinnliche Weihnachtszeit.
- Ausführliche Interpretation des Gedichts
- Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
- Ist das Gedicht zeitgemäß?
- Für welchen Anlass eignet sich das Gedicht?
- Für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
- Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
Ausführliche Interpretation des Gedichts
Das Gedicht "Oh du besinnliche Weihnachtszeit" von Paul Piepenbrick entfaltet ein klassisches, herzliches Bild des Festes, das sich wie ein gemütlicher Spaziergang durch die schönsten Weihnachtstage liest. Es beginnt mit einer direkten Ansprache an die Weihnachtszeit selbst, die als Quelle der Freude personifiziert wird. Die folgenden Strophen bauen dieses Bild konsequent aus, indem sie die zentralen Säulen des modernen Weihnachtsfests benennen: das Schenken und Beschenktwerden, das familiäre Beisammensein unter dem geschmückten Baum, die sinnlichen Genüsse von Gebäck und Glühwein sowie das aufwendige Festmahl. Auffällig ist die betont inklusive Haltung des lyrischen Ichs. Es betont die Vielfalt der Traditionen ("Egal ob Weihnachtsgans oder Wurst und Kartoffelsalat") und stellt die Gemeinschaft mit Freunden und Familie in den Vordergrund. Der abschließende Gedanke, der Blick auf den Kalender und die Vorfreude auf das nächste Jahr, rundet das Werk zu einem Kreislauf der Erwartung und Erinnerung. Es ist weniger ein Gedicht der metaphysischen Tiefe, sondern eine liebevolle Bestandsaufnahme der konkreten, alltäglichen Freuden, die das Fest ausmachen.
Welche Stimmung erzeugt das Gedicht?
Das Gedicht erzeugt eine durchweg warme, heimelige und vorfreudige Stimmung. Es ist getragen von einem Gefühl der Zufriedenheit und Dankbarkeit für die einfachen, schönen Dinge. Die detaillierten Beschreibungen von Gerüchen, Geschmäckern und festlichen Szenen laden zum Schwelgen in Erinnerungen ein. Der Ton ist persönlich und einladend, als würde der Autor den Leser an seinem eigenen Weihnachtstisch willkommen heißen. Es fehlen bewusst dissonante Töne oder Melancholie; stattdessen dominiert ein optimistischer, fast schon sehnsüchtiger Grundton, der selbst in der Erwähnung der vergehenden Tage sofort in die Vorfreude auf das nächste Fest mündet. Man fühlt sich beim Lesen in eine friedliche, von Kerzenlicht erhellte Welt versetzt, in der Stress und Hektik der Vorweihnachtszeit einer gelassenen Besinnlichkeit gewichen sind.
Ist das Gedicht zeitgemäß?
Absolut. Das Gedicht spricht zeitlose Weihnachtsthemen an, die heute genauso relevant sind wie vor Jahrzehnten. Die Sehnsucht nach Gemeinschaft, Frieden und einer Auszeit vom Alltag ist in unserer schnelllebigen Zeit vielleicht sogar noch stärker geworden. Die erwähnte Vielfalt der Festtagsmenüs spiegelt perfekt die moderne, multikulturelle und individuell geprägte Feierkultur wider, in der traditionelle Gänsebraten neben veganen Alternativen oder einfachen Familienklassikern stehen. Die zentrale Frage, die das Gedicht indirekt aufwirft, ist hochaktuell: Was macht das Wesen des Festes eigentlich aus? Die Materialität der Geschenke oder die Immaterialität der gemeinsam verbrachten Zeit, der Gerüche und der Gefühle? Das Gedicht plädiert klar für Letzteres und erinnert uns damit an den wahren Kern von Weihnachten, der jenseits von Kommerz und Perfektionsdruck liegt.
Für welchen Anlass eignet sich das Gedicht?
Dieses Gedicht ist ein vielseitiger Begleiter für die gesamte Weihnachtszeit. Es eignet sich perfekt zum Vorlesen am Heiligabend im Kreis der Familie, um die Stimmung einzuläuten. Man kann es auch auf selbstgestalteten Weihnachtskarten oder in einer digitalen Grußnachricht an Freunde verwenden, um seine eigenen Weihnachtswünsche zu unterstreichen. Auf geselligen Weihnachtsfeiern, sei es im Verein oder im Freundeskreis, bietet es einen schönen literarischen Moment der Besinnung zwischen dem Trubel. Ebenso ist es eine passende Lektüre für ruhige Adventsabende, um sich selbst auf das Fest einzustimmen und die Vorfreude zu nähren.
Für welche Altersgruppe eignet sich das Gedicht?
Die klare Sprache und die anschaulichen Bilder machen das Gedicht für ein breites Publikum zugänglich. Kinder im Grundschulalter können den Inhalt gut verstehen und freuen sich über die Erwähnung von Geschenken und Leckereien. Jugendliche und Erwachsene schätzen die nostalgische und gemütliche Atmosphäre, die es beschwört. Besonders für Familien bietet es einen gemeinsamen literarischen Bezugspunkt, über den alle Generationen ins Gespräch kommen können. Auch für ältere Menschen, die vielleicht selbst ähnliche Weihnachten erlebt haben, löst es sicherlich Erinnerungen und ein Gefühl der Vertrautheit aus.
Für wen eignet sich das Gedicht weniger?
Leser, die nach avantgardistischer, komplexer oder kritisch-reflektierender Lyrik suchen, werden hier nicht fündig. Das Gedicht verzichtet bewusst auf Brüche, Ironie oder gesellschaftskritische Untertöne. Wer eine düstere, realistische oder satirische Auseinandersetzung mit dem Weihnachtsfest sucht, sollte zu anderen Werken greifen. Ebenso könnte es für Menschen, die keine positiven Assoziationen mit Weihnachten verbinden oder das Fest aus persönlichen Gründen als schwierig empfinden, aufgrund seines durchweg freudigen und harmonischen Tons vielleicht als zu idealisiert oder sogar oberflächlich wirken. Es ist ein Gedicht des ungetrübten Festglanzes und richtet sich in erster Linie an diejenigen, die genau diese Stimmung teilen oder herbeisehnen.
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